dyslexia / dyscalculia in autism
Dyslexie / Dyskalkulie bei Autismus
Lese- und Rechenschwäche haben eine eigene, stark erbliche Ätiologie und treten gehäuft mit anderen neurodivergenten Profilen zusammen auf; das Kompensieren über Mustererkennung kostet zusätzlich Energie.
Lesen gelingt, kostet aber ein Vielfaches und ist am Ende des Tages kaum noch möglich.
- hyperlexia: Frühes, müheloses Dekodieren bei geringerem Sinnverständnis; hier ist das Dekodieren selbst teuer.
- executive dysfunction: Betrifft Handlungssteuerung, nicht die Schriftverarbeitung.
- sensory filter exhaustion: Zehrt die Tageskapazität allgemein; das Kompensieren beim Lesen ist eine zusätzliche Quelle.
- Brimo, Dinkler, Gillberg, Lichtenstein, Lundström & Åsberg Johnels (2021) DOI: 10.1002/dys.1681