Theory-of-Mind-Defizit-Hypothese (empirisch widerlegt)
Die klassische Annahme eines Theory-of-Mind-Defizits ist empirisch gescheitert: die Befunde sind weder universell noch autismusspezifisch, die Tests psychometrisch schwach, und Metaanalysen zeigen kleine, heterogene Effekte.
Die Zuschreibung, sich nicht hineinversetzen zu können, passt nicht zum eigenen Erleben.
- Double Empathy Problem: Die tragfähige Alternative: die Verständigungslücke ist beidseitig.
- Hyperempathie: Beschreibt starkes Mitschwingen; hier geht es um die Widerlegung der Defizit-Annahme.
- Alexithymie: Betrifft das Benennen eigener Gefühle, nicht das Verstehen anderer.
- Gernsbacher & Yergeau (2019) DOI: 10.1037/arc0000067
- Baron-Cohen, Leslie & Frith (1985) DOI: 10.1016/0010-0277(85)90022-8