Selbst-Identifikation als autistisch
Viele autistische Erwachsene ordnen sich vor oder statt einer formalen Diagnose selbst ein, weil Kosten, Wartezeiten, abweisende Praxis bei gutem Camouflaging sowie Geschlechts- und rassifizierte Verzerrung im Weg stehen; nach sorgfältiger Auseinandersetzung deckt sich diese Einordnung stark mit standardisierten Profilen.
Die Erkenntnis ist längst klar, und offen ist nur noch, ob ein Papier sie bestätigen muss.
- Spätidentifikation (late-identified Autismus): Die späte Erkennung mit Diagnose; hier geht es um den Weg ohne sie.
- Soziale-Medien-Informationsverzerrung zu Autismus: Das Informationsumfeld; hier geht es um die eigene Einordnung daraus.
- Post-diagnostische Versorgungslücke: Die Lücke nach einem Befund; hier gibt es keinen Befund.
- Lewis (2017) DOI: 10.1007/s10803-017-3168-3
- Hull, Petrides, Allison, Smith, Baron-Cohen, Lai & Mandy (2017) DOI: 10.1007/s10803-017-3166-5